Die werkvertragliche Lieferung

Der Werkvertrag ist das Versprechen, einen bestimmten Arbeitserfolg oder ein bestimmtes Arbeitsresultat als Ganzes zu erbringen.

Beispiele von werkvertraglichen Lieferungen sind:

  • Ablieferung von Maschinen oder Maschinenanlagen nach Montage
  • Ablieferung von Computerprogrammen nach Installation
  • Ablieferung von Fertighäusern nach Montage
  • Ablieferung von Küchen, Fenstern oder Geländern nach Montage
  • Ablieferung von Türen nach Anschlagen
  • Ablieferung von Fussböden nach Einbau
  • Ablieferung von Lüftungen und Ventilatoren nach Einbau
  • Ablieferung von Gegenständen nach Ausführung von Tiefbau- und Kanalisationsarbeiten
  • Ablieferung von Gegenständen, die ein ausländisches Unternehmen anlässlich einer Reparatur oder Wartung von Geräten oder Gebäuden im Inland eingebaut hat

Steuerpflicht in der Schweiz

Führt ein ausländischer Lieferant Gegenstände für die werkvertragliche Lieferung in die Schweiz ein oder lässt er diese durch einen Dritten in die Schweiz verbringen, so begründet dies die obligatorische Steuerpflicht in der Schweiz, sofern die Umsatzgrenze von CHF 100'000 aus Lieferungen, welche in der Schweiz ausgeführt werden, überschritten wird.

Beispiele von werkvertraglichen Lieferungen, welche die Steuerpflicht in der Schweiz begründen:

  • Ablieferung von eingeführten Maschinen oder Maschinenanlagen nach Montage
  • Ablieferung von eingeführten Computerprogrammen nach Installation
  • Ablieferung von eingeführten Fertighäusern nach Montage
  • Ablieferung von eingeführten Küchen, Fenstern oder Geländern nach Montage
  • Ablieferung von eingeführten Türen nach Anschlagen
  • Ablieferung von eingeführten Fussböden nach Einbau
  • Ablieferung von eingeführten Lüftungen und Ventilatoren nach Einbau
  • Ablieferung von eingeführten Gegenständen nach Ausführung von Tiefbau- und Kanalisationsarbeiten
  • Ablieferung von eingeführten Gegenständen, die ein ausländisches Unternehmen anlässlich einer Reparatur oder Wartung von Geräten oder Gebäuden im Inland eingebaut hat

Keine Steuerpflicht

Von der Steuerpflicht ausgenommen sind aber u.a. Unternehmen mit Sitz im Ausland, welche in der Schweiz ausschliesslich Leistungen erbringen, welche der Bezugsteuer (dem sog. Reverse-Charge-Verfahren) unterliegen.

Werkvertragliche Lieferungen unterliegen dann der Bezugsteuer, und sind somit vom Empfänger zu deklarieren, sofern die Werklieferung

- durch ein Unternehmen mit Sitz im Ausland erbracht wird und
- das Unternehmen mit Sitz im Ausland nicht im schweizerischen Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen eingetragen ist und
- die Lieferung nicht der Einfuhrsteuer unterliegt, was insbesondere dann der Fall ist, wenn das ausländische Unternehmen keine Einfuhr in die Schweiz tätigt.

Beispiele von werkvertraglichen Lieferungen, welche keine Steuerpflicht in der Schweiz begründen:

  • Ablieferung von nicht eingeführten Maschinen oder Maschinenanlagen nach Montage
  • Ablieferung von nicht eingeführten Computerprogrammen nach Installation
  • Ablieferung von nicht eingeführten Fertighäusern nach Montage
  • Ablieferung von nicht eingeführten Küchen, Fenstern oder Geländern nach Montage
  • Ablieferung von nicht eingeführten Türen nach Anschlagen
  • Ablieferung von nicht eingeführten Fussböden nach Einbau
  • Ablieferung von nicht eingeführten Lüftungen und Ventilatoren nach Einbau
  • Ablieferung von nicht eingeführten Gegenständen nach Ausführung von Tiefbau- und Kanalisationsarbeiten
  • Ablieferung von nicht eingeführten Gegenständen, die ein ausländisches Unternehmen anlässlich einer Reparatur oder Wartung von Geräten oder Gebäuden im Inland eingebaut hat
Diese Ausnahme von der Steuerpflicht gilt nicht für Telekommunikations- oder elektronische Dienstleistungen an nicht steuerpflichtige Empfänger.

Freiwillige Registrierung

Unternehmen mit Sitz im Ausland, welche Werklieferungen in der Schweiz erbringen, dabei aber keine Gegenstände in die Schweiz einführen sondern diese in der Schweiz selbst zukaufen, können, sofern Sie nicht im Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen registriert sind, die Vorsteuer nicht zurückfordern.

Diese Situation ist in den Fällen ungünstig, in denen das ausländische Unternehmen seine Leistungen an Unternehmen erbringt, welche in de Schweiz zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sind.

Gerne klären wir für Sie ab, ob sich eine Registrierung im Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen für Sie lohnt.

Sprechen Sie uns einfach an.