Die werkvertragliche Lieferung

Der Werkvertrag ist das Versprechen, einen bestimmten Arbeitserfolg oder ein bestimmtes Arbeitsresultat als Ganzes zu erbringen.

Beispiele von werkvertraglichen Lieferungen sind:

  • Ablieferung von Maschinen oder Maschinenanlagen nach Montage
  • Ablieferung von Computerprogrammen nach Installation
  • Ablieferung von Fertighäusern nach Montage
  • Ablieferung von Küchen, Fenstern oder Geländern nach Montage
  • Ablieferung von Türen nach Anschlagen
  • Ablieferung von Fussböden nach Einbau
  • Ablieferung von Lüftungen und Ventilatoren nach Einbau
  • Ablieferung von Gegenständen nach Ausführung von Tiefbau- und Kanalisationsarbeiten
  • Ablieferung von Gegenständen, die ein ausländisches Unternehmen anlässlich einer Reparatur oder Wartung von Geräten oder Gebäuden im Inland eingebaut hat

Steuerpflicht in der Schweiz

Erbringt ein ausländisches Unternehmen eine werkvertragliche Lieferung im Inland, und zwar ungeachtet dessen, ob dabei Material mit abgeliefert wird oder nicht, löst dies bei entsprechendem Jahresumsatz (mindestens 100'000 Franken) die Steuerpflicht aus.

Beispiele von werkvertraglichen Lieferungen, welche die Steuerpflicht in der Schweiz begründen:

  • Ablieferung von eingeführten Maschinen oder Maschinenanlagen nach Montage
  • Ablieferung von eingeführten Computerprogrammen nach Installation
  • Ablieferung von eingeführten Fertighäusern nach Montage
  • Ablieferung von eingeführten Küchen, Fenstern oder Geländern nach Montage
  • Ablieferung von eingeführten Türen nach Anschlagen
  • Ablieferung von eingeführten Fussböden nach Einbau
  • Ablieferung von eingeführten Lüftungen und Ventilatoren nach Einbau
  • Ablieferung von eingeführten Gegenständen nach Ausführung von Tiefbau- und Kanalisationsarbeiten
  • Ablieferung von eingeführten Gegenständen, die ein ausländisches Unternehmen anlässlich einer Reparatur oder Wartung von Geräten oder Gebäuden im Inland eingebaut hat

Achtung: Unternehmen mit Sitz im Ausland, die bis Ende 2014 von der Steuerpflicht befreit waren, weil sie in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ausschliesslich der Bezugsteuer unterliegende Lieferungen erbracht haben, sind ab dem 1. Januar 2015 steuerpflichtig, wenn sie in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein mindestens 100'000 Franken Umsatz pro Jahr erzielen. Dies betrifft insbesondere Unternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes. Nicht davon betroffen sind indessen ausländische Unternehmen, die ausschliesslich Elektrizität und Erdgas in Leitungen an steuerpflichtige Personen im Inland liefern. Solche Strom- und Gaslieferanten müssen sich nicht als steuerpflichtige Personen im Inland registrieren lassen.

Keine Steuerpflicht

Von der Steuerpflicht ausgenommen sind aber u.a. Unternehmen mit Sitz im Ausland, welche in der Schweiz ausschliesslich Leistungen erbringen, welche der Bezugsteuer (dem sog. Reverse-Charge-Verfahren) unterliegen.

Diese Ausnahme von der Steuerpflicht gilt nicht für Telekommunikations- oder elektronische Dienstleistungen an nicht steuerpflichtige Empfänger.

Freiwillige Registrierung

Unternehmen mit Sitz im Ausland, welche Werklieferungen in der Schweiz erbringen, dabei aber keine Gegenstände in die Schweiz einführen sondern diese in der Schweiz selbst zukaufen, können, sofern Sie nicht im Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen registriert sind, die Vorsteuer nicht zurückfordern.

Diese Situation ist in den Fällen ungünstig, in denen das ausländische Unternehmen seine Leistungen an Unternehmen erbringt, welche in de Schweiz zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sind.

Gerne klären wir für Sie ab, ob sich eine Registrierung im Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen für Sie lohnt.

Sprechen Sie uns einfach an.