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Elektronische Dienstleistungen


Was sind elektr. Leistungen?

elektronische Dienstleistung

Leistungen, welche direkt via Fernleitung bezogen beziehungsweise erbracht werden, gelten als elektronische Dienstleistungen, namentlich:

  • Das Bereitstellen von Websites, Webhostings, Fernwartung von Programmen und Ausrüstungen;

  • das elektronische Bereitstellen von Software und deren Updates über Internet;

  • das elektronische Bereitstellen von Bildern, Texten und Informationen (z.B. Börsenkurse, Wettervorhersagen oder Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs) sowie das Bereitstellen von Datenbanken;

  • das elektronische Bereitstellen von Musik (Musikdownloads), Filmen und Spielen einschliesslich Glücksspielen und Lotterien;

  • Zurverfügungstellen von Speicherplatz im Internet (Hosting von Internetseiten oder Servern usw.);

  • Downloads von Musik, Filmen und Podcasts;

  • Downloads von Programmen, Spielen (inkl. Glücksspielen und Lotterien) und weiteren Applikationen;

  • Downloads von Grafiken, Texten, Informationen usw.

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Leistungsort von elektronischen Dienstleistungen

Server

Elektronische Dienstleistungen gelten als an dem Ort erbracht, an dem der Empfänger den Sitz seiner wirtschaftlichen Tätigkeit oder eine Betriebsstätte hat, für welche die Dienstleistung erbracht wird.

Damit der Standort eines Servers eine Betriebsstätte darstellen kann, muss der Server in der Verfügungsmacht des Steuerpflichtigen sein (Eigentum ist nicht erforderlich, es reicht auch, den Server zu mieten und ihn selber zu betreiben), und er darf nicht nur der Vorbereitungs- oder Hilfstätigkeit dienen.
Durch das einfache Webhosting (Überlassung von Speicher und Leitungskapazität im Rahmen eines Providervertrags ohne Bestimmung eines konkreten Servers) wird noch keine Betriebsstätte begründet.

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Steuerpflicht von Anbietern von elektronischen Dienstleistungen mit Sitz im Ausland

Finanzamt

Ein Unternehmen mit Sitz im Ausland, das im Inland Telekommunikations- oder elektronische Dienstleistungen an nicht steuerpflichtige Empfänger erbringt, wird in der Schweiz steuerpflichtig, sofern die Umsatzgrenze von 100'000 Franken innerhalb eines Jahres erreicht oder überschritten wird.

Bis zu dieser Grenze ist das Unternehmen von der Steuerpflicht befreit, kann aber auf diese Befreiung verzichten.

Für die Bestimmung der Steuerpflicht sind nur die Erträge aus den an nicht im Register der steuerpflichtigen Personen eingetragene Kunden im Inland erbrachten Telekommunikations- und elektronischen Dienstleistungen zu berücksichtigen (d.h. üblich an private Personen erbrachte Leistungen).

Ist die Steuerpflicht des Anbieters mit Sitz im Ausland gegeben, muss er die gesamten, im Inland erbrachten steuerbaren Leistungen zum entsprechenden Steuersatz versteuern. Dies umfasst auch die an steuerpflichtige Personen erbrachten Telekommunikations- und elektronischen Dienstleistungen, das Erteilen von Informationen oder anderen Leistungen.

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