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Versandhandel


Versandhandel in die Schweiz

Versandhandel

Das Volumen der gesamten Importe in die Schweiz betrug in den letzten Jahren etwa 200 Milliarden US-Dollar, mit Tendenz nach oben!

Der Versandhandel nimmt somit weiter an Bedeutung zu! Bei der Einfuhr von Waren in die Schweiz sind vor allem zoll- und mehrwertsteuerrechtlichen Aspekte zu beachten. Veranlagende Behörde für die Zollabgaben und Einfuhrsteuer ist die Zollverwaltung. Die eidg. Mehrwertsteuerverwaltung in Bern ist nicht zuständig.

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Mehrwertsteuer rechtliche Aspekte

Normen

Der Ort einer Lieferung liegt aus mehrwertsteuer rechtlicher Sicht dort, wo die Versendung derer beginnt. 

Liefert somit ein Unternehmen Ware direkt an einen Endabnehmer in der Schweiz (ohne diese zu installieren),  führt das Unternehmen aus Sicht der schweizerischen MWST eine Lieferung im Ausland aus und wird in der Schweiz nicht steuerpflichtig!

Importeur und Schuldner allfälliger Zollgebühren und der Einfuhrsteuer ist in diesem Fall der Empfänger in der Schweiz. Er muss mit Erhalt der Ware die Gebühren zahlen.

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Versand in die Schweiz unter Incoterm "DDP"

Incoterm DDP

Nach DDP (Delivered Duty Paid) muss der Verkäufer die Ware auf eigene Kosten und Gefahr bis zum  Bestimmungsort in der Schweiz liefern und dabei alle anfallenden Formalitäten erledigen sowie alle Kosten übernehmen, d.h. auch Zoll und Einfuhrsteuern ("from door to door").

Dies setzt voraus, dass Verkäufer die Einfuhrabwicklung durchführen kann. Hierzu muss der Verkäufer/Versender der Ware als Importeur auftreten können, was mit der sog. "Unterstellungserklärung Ausland" möglich ist.

Mit der "Unterstellungserklärung Ausland" wird der Ort der Lieferung, welcher wie oben beschrieben im Ausland liegt, in die Schweiz verlegt und die Lieferungen gelten als in der Schweiz ausgeführt.

Die Einfuhr wird im eigenen Namen deklariert. D.h. der Versender tritt anstelle des Empfängers in der Schweiz als Importeur auf und wird Schuldner der Zollabgaben und der Einfuhrsteuern.

Die Lieferungen an schweizerische Kunden sind mit den in der Schweiz geltenden Steuersätzen abzurechnen und die MWST ist an die ESTV abzuliefern. Dem Unternehmen steht im Gegenzug der Vorsteuerabzug zu, wodurch u.a. die bezahlte Einfuhrsteuer zurückgefordert werden kann.

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elektronische Einfuhrveranlagungsverfügungen (eVV)

eVV

Die Einfuhrveranlagungsverfügungen werden entweder als Beleg auf Sicherheitspapier (meistes vom Spediteur bei seiner Rechnungsstellung beigelegt) oder in elektronischer Form als signierte und verschlüsselte XML Datei zur Verfügung gestellt.

Die Eidgenössische Zollverwaltung EZV führt am 1. März 2018 das Obligatorium für die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) im Verzollungssystem e-dec ein. D.h. ein Ausdruck der Einfuhrveranlagungsverfügung erfolgt nicht mehr.

Die eVV wird nach der Freigabe im EDV-System der EZV zur Abholung aufgeschaltet und gilt ab diesem Zeitpunkt als eröffnet. Es erfolgt keine aktive Information seitens der Zollverwaltung, wenn die eVV zur Abholung bereitsteht.

Der Importeur muss ab 1. März 2018 die Belege selbständig bei der Zollverwaltung elektronisch abholen!

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Die Oberzolldirektion hat bereits im August 2017 und nun nochmals im Oktober informiert, dass ab dem 01.03.2018 die Veranlagungsverfügungen und Bordereaus nicht mehr per Post zugestellt werden.
Sollten Sie die nötigen Massnahmen für den elektronischen Bezug noch nicht in die Wege geleitet haben, sollten Sie umgehend aktiv werden und die Voraussetzungen schaffen, um die Veranlagungsverfügungen sowie Bordereaus elektronisch zu beziehen. Am Einführungsdatum wird gemäss Information der Oberzolldirektion festgehalten.

Sprechen Sie uns an, wir haben eine Lösung für Sie!

Das Informationsschreiben der Oberzolldirektion finden Sie hier.


Verwalten, Verbuchen und Archivieren der Einfuhrveranlagungen

Kompass

Ley & Partner bietet als Fiskalvertretung eine gesamtheitliche Lösung für Sie an!

Wir verwalten für Ihre Firma die elektronischen Einfuhrveranlagungen, wie:

- wir senden Ihnen das elektronische Bordereau (Rechnung) per Mail zur Zahlungsabwicklung zu

- wir senden Ihnen die Zoll- und Einfuhrveranlagungen per Mail Ihnen oder direkt Ihrer Buchhaltung zu, so dass diese in der Buchhaltung erfasst werden können.

- Wir stellen Ihrer Buchhaltung unsere Kontoblätter zur Verfügung, so dass eine Abstimmung zwischen der abgerechneten MWSt in der Schweiz und Ihrer Hauptbuchhaltung erfolgen kann.

- wir erfassen direkt die Einfuhrveranlagungen in unserer Buchhaltung für die quartale MWSt-Abrechnung

- unser IT-Partner archiviert die elektronischen Unterlagen

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Neue Regelung ab dem 01.01.2019 für Kleinsendungen

Heutige Regelung:

Liefern Versandhändler Waren in die Schweiz, fällt bei der Einfuhr grundsätzlich die Schweizer Einfuhrsteuer an. Die Einfuhrsteuer wird von der mit der Zollanmeldung beauftragten Person dem Sendungsempfänger belastet. Aus erhebungswirtschaftlichen Gründen verzichtet die Eidgenössische Zollverwaltung bei Sendungen mit einem Steuerbetrag von 5.00 Franken oder weniger (nachfolgend als Kleinsendungen bezeichnet) auf die Erhebung der Einfuhrsteuer. Ein Steuerbetrag von 5.00 Franken entspricht einem Warenwert (inkl. Versandkosten) von 62.50 Franken beim Normalsatz von 8% resp. 200.00 Franken beim reduzierten Satz von 2,5% (z.B. Bücher, Zeitschriften, Lebensmittel).

Neue Regelung ab dem 01.01.2019:

Erzielt ein Versandhändler pro Jahr mindestens 100'000 Franken Umsatz aus Kleinsendungen, gelten seine Lieferungen als Inlandlieferungen und er wird in der Folge in der Schweiz steuerpflichtig. Die Steuerpflicht entsteht mit dem Erreichen der Umsatzgrenze. Für die Bestimmung der Steuerpflicht ab dem 1.01.2019 muss der Versandhändler prüfen, ob er in den vorangegangenen zwölf Monaten mindestens einen Umsatz von 100'000 Franken aus Kleinsendungen erzielt hat und anzunehmen ist, dass er auch in den zwölf Monaten ab dem 1.01.2019 solche Lieferungen ausführen wird.


Ihre Vorteile

Qualität

- kein Zusammensuchen der Einfuhrveranlagungen in den Speditionsunterlagen

- die Verteilung der Belege zwischen Ihrem Unternehmen, Ihrer Buchhaltungsstelle und unserer Fiskalvertretung erfolgt direkt von uns via Mail.

- Erfassung sämtlicher Einfuhrveranlagungen, da diese von der Zollverwaltung in einem Account zur Verfügung gestellt werden, welches wir als Fiskalvertretung verwalten

- keine eigene IT für Archivierung notwendig

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